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Dr. Dieter Kienitz Unternehmenskommunikation
Bündnis Naturschutz in Dithmarschen: Zehn Jahre Einsatz für Lachseeschwalbe, Fischotter & Co.
Jubiläumsfeier mit Vorträgen und Podiumsdiskussion im Heider Kreishaus


Strahlendes Gesichter beim zehnjährigen Bestehen des Bündnisses Naturschutz in Dithmarschen (v. li.): Geschäftsführerin Dr. Inken Mauscherning, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender Walter Denker sowie Dr. Antje Miehe und René Seifert. (Foto: Kienitz/ BNiD)

Heide – „Das Bündnis Naturschutz in Dithmarschen ist eine echte Erfolgsgeschichte an der Westküste und in Schleswig-Holstein.“ Mit dieser Aussage brachte Thorsten Elscher vom Umweltministerium das zehnjährige Jubiläum des Vereins auf den Punkt. Weitere Redner schlossen sich dieser Einschätzung bei einer Feier an und sparten nicht mit Lob für das kleine Team aus Haupt- und Ehrenamtlern, das sich mittlerweile über die Region hinaus einen Namen gemacht hat. „Dabei benötigt man eine Leitfigur wie Walter Denker, um so ein Erfolgskonzept voranzutreiben“, betonte Dithmarschens Landrat Dr. Jörn Klimant mit Verweis auf den langjährigen Kreisnaturschutzbeauftragten und Vorsitzenden des Bündnisses (BNiD). Der Landesnaturschutzbeauftragte Holger Gerth betonte die Rolle des Ehrenamts beim Naturschutz und begrüßte auch die Zusammenarbeit mit den Wasser- und Bodenverbänden.
Rund 100 Gäste waren ins Heider Kreishaus gekommen, um den Vorträgen sowie der Podiumsdiskussion zum Thema „Naturschutz in die Fläche tragen“ zu folgen und das Jubiläum zu feiern. In seiner Begrüßung blickte Walter Denker zurück zu den Anfängen des Vereins vor mehr als zehn Jahren, als es darum ging, Managementpläne für Natura 2000 aufzustellen. Dabei handelt es sich um ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union. Mittlerweile sind die Aufgaben des BNiD jedoch deutlich erweitert und das Team aufgestockt worden. Die Räumlichkeiten befinden sich jedoch nach wie vor im Hauptgebäude des Deich- und Hauptsielverbandes Dithmarschen (DHSV) in Hemmingstedt.
Im Anschluss stellte das Team des Bündnisses, Geschäftsführerin Dr. Inken Mauscherning sowie Dr. Antje Miehe und René Seifert, ihre Arbeit vor. Neben der Entwicklung von Managementplänen für schützenswerte Gebiete und der Umsetzung der darin vorgesehenen Maßnahmen sind mittlerweile viele Artenhilfsprojekte auf den Weg gebracht worden. Als Beispiele wurden dabei die Rückkehr des Fischotters und der Schutz des Lachseeschwalbe-Bestandes dargestellt. Die Lachseeschwalbe, von der es in Mitteleuropa nur noch 40 Brutpaare gibt, ist vom Aussterben bedroht. Die Brutpaare in Dithmarschen wurden daher intensiv betreut, um den Bestand langfristig zu stabilisieren. Neben den Planungen und Umsetzungsarbeiten ist beim BNiD ein weiteres großes Aufgabenfeld hinzugekommen: die naturschutzfachliche Beratung, bei der nicht nur, aber vor allem landwirtschaftliche Betriebe die Hilfe der Experten in Anspruch nehmen.
Im anschließenden Impulsvortrag stellte Uwe Dierking vom Deutschen Verband für Landschaftspflege die Herausforderungen dar, die sich aus dem Spannungsfeld Industrie-Landwirtschaft-Naturschutz ergeben. „Das Insektensterben führt uns vor Augen, das unsere Gesamtsysteme nicht mehr funktionieren“, erklärte Dierking und sprach sich dafür aus, ein „anderes Bild vom Landwirt“ zu schaffen. Seiner Ansicht nach, sollte die Erzeugung von Biodiversität, also die Schaffung und Erhaltung biologischer Vielfalt, entsprechend honoriert werden. Wünschenswert wäre zudem eine dauerhafte Finanzierung der Lokalen Aktionen in Schleswig-Holstein.
Das Thema wurde dann auch in der anschließenden, von Walter Denker moderierten Podiumsdiskussion aufgegriffen. Dabei zeigte Hans Peter Witt, Vorsitzender des Dithmarscher Bauernverbandes, auf, dass insbesondere die jüngeren Landwirte die Zukunft mitgestalten wollten. Allerdings sah er den Umgang mit dem Artensterben als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht nur der Landwirtschaft vorgehalten werden dürfe. Auch der Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz, Walter Hemmerling, meinte im Hinblick auf Naturschutzmaßnahmen im ländlichen Bereich: „Da müssen noch viel mehr mitmachen.“ Er verlangte „radikal neue Konzepte“.
Peter Matthias von Hemm, Haupverbandsvorsteher des DHSV Dithmarschen, zeigte an Beispielen auf, wie sich sein Verband mit dem Thema Naturschutz auseinandersetzt. Das reicht vom Vertragsnaturschutz im Eidervorland bis zur Schulung von Baggerfahren, um eine möglichst gewässerschonende Unterhaltung zu gewährleisten. Eine Herausforderung entstehe jedoch besonders durch den Klimawandel. „Vielleicht brauchen wir in 30 Jahren die Flächen wieder, die wir heute stilllegen“, so von Hemm. Unterdessen berichtet Anke Cornelius-Heide, Bürgermeisterin von Meldorf und Vorstand des Kommunalunternehmens Tourismusförderung Speicherkoog, von der Gratwanderung zwischen Tourismus und Naturschutz. Im Falle des Speicherkoogs sollen vor allem Gäste angesprochen werden, die sich für den Themenbereich Entschleunigung und Nachhaltigkeit interessieren.


Quelle: Bündnis Naturschutz in Dithmarschen
Veröffentlichungstermin: 05. Oktober 2017
 
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