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Dr. Dieter Kienitz Unternehmenskommunikation
Wasserwirtschaft in Schleswig-Holstein steht vor großen Herausforderungen
Landesverband übergibt umfassenden Bericht an Umweltminister Dr. Robert Habeck / Entwässerung immer schwieriger / Steigende Energiekosten machen Betreibern von Schöpfwerken zu schaffen / Plädoyer für gerechtere Verteilung der Lasten


Nach der Übergabe des Berichts vor dem Hauptschöpfwerk des Wasserverbandes Bekau: (v. li.): Verbandsvorsteher Rolf Ehlers vom Wasserverband Bekau, Hans-Heinrich Gloy, Verbandsvorsteher des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände, und Umweltminister Dr. Robert Habeck. (Foto: LWBV/Kienitz)

Bekmünde/Westerrönfeld – Größere Niederschlagsmengen, steigender Meeresspiegel, verschlickende Tideflüsse und immer mehr versiegelte Flächen – die Wasserwirtschaft in Schleswig-Holstein steht bereits heute vor großen Herausforderungen. „Unsere Analysen zeigen ganz deutlich, dass wir zahlreiche Maßnahmen ergreifen müssen, um unsere Arbeit nicht nur in den Niederungsgebieten, sondern im gesamten Landesgebiet zukunftsfähig zu gestalten“, erklärte Hans-Heinrich Gloy, Verbandsvorsteher des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände (LWBV) bei der Übergabe eines Berichts an Dr. Robert Habeck. Der schleswig-holsteinische Umweltminister besuchte das Hauptschöpfwerk des Wasserverbandes Bekau bei Itzehoe, um sich über die veränderten Rahmenbedingungen und mögliche Strategien im Zusammenhang mit der Entwässerung zu informieren.

Unter dem Titel „WeitBlick Wasser - Gemeinsam in die Zukunft Schleswig-Holstein“ legte der Verband eine Analyse vor, die sich mit den wachsenden Aufgaben der Wasserwirtschaft, aber auch mit den Problemfeldern und notwendigen Maßnahmen befasst. Die Autoren der 46 Seiten starken Studie beleuchten dabei unter anderem die veränderten Rahmenbedingungen, die zum Teil durch den Klimawandel verschuldet sind. Größere Niederschlagsmengen im Winter führen demnach zu veränderten Grundwasserständen und zu größeren Abflussmengen. Starkregenereignisse und langanhaltende Trockenperioden im Sommer, Anstieg des Meereswasserspiegels und dadurch kleinere Zeitfenster für die Entwässerung in Meere und Flüsse sind nur einige der Herausforderungen. Weitere Probleme entstehen durch die zunehmende Verschlickung von Elbe, Eider, Stör, Krückau und des Wattenmeers im südlichen Schleswig-Holstein sowie durch die vermehrte Versiegelung von Flächen.

Damit besonders in den Niederungen die zumeist landwirtschaftlich genutzten Flächen nicht permanent unter Wasser stehen, müssen die Schöpfwerke immer häufiger in Betrieb genommen werden. Das ist jedoch ist mit steigenden Energiekosten verbunden, die den Betreibern, also den Wasser- und Bodenverbänden, zu schaffen machen. Die laufenden Kosten müssen nämlich über Beitragserhebungen der Mitglieder der mehr als 500 Einzelverbände in Schleswig-Holstein gedeckt werden. Und das sind vor allem Landwirte, aber auch Kommunen und einzelne Grundstücksbesitzer. „Die Entwässerung ist ein unverzichtbaren Beitrag zur Daseinsvorsorge und damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht allein auf diejenigen abgewälzt werden darf, die ihr Land zufällig im Bereich der Niederungen haben“, erläuterte LWBV-Geschäftsführer Matthias Rohde und sprach sich dafür aus, dass die Lasten künftig „auf mehr Schultern“ verteilt werden müssten. Das gelte auch für die notwendigen Investitionen im Bereich der Bauwerke.

Nicht zuletzt durch eine stärker sensibilisierte Bevölkerung, die Ausweisung von FFH- und Vogelschutzgebieten und die Einführung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie haben sich die Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Unterhaltung von Gewässern deutlich verändert. Die Vertreter des Landesverbandes machten jedoch deutlich, dass es mittlerweile ein harmonisches Nebeneinander von klassischer und ökologischer Gewässerunterhaltung gebe. Neben Erhalt, Sanierung, Umbau und Neubau von Schöpfwerken sowie Rohrleitungen und anderen Anlagen wird daher die Konzeption nachhaltiger Strategien eine besondere Rolle spielen.

Um steigenden Energiepreisen zu begegnen sind unter anderem neue Energiemanagementsysteme notwendig. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Wind für Wasser“ an der Westküste Schleswig-Holsteins. In Anlehnung an die alte Tradition, Flächen mit Hilfe von Windkraft zu entwässern, sind Windkraftanlagen errichtet worden, um den steigenden Stromkosten zu begegnen.



Quelle: LBVW
Veröffentlichungstermin: 03. August 2017
 
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