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Dr. Dieter Kienitz Unternehmenskommunikation
Von jugendlichen Sprachmittlern, Bambusrädern und verrückten Autos
4. Dithmarscher Innovationspreis „Plietsche Lüüd“ in Heide verliehen

Heide – Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer brachte es auf den Punkt: „Ich finde es große Klasse, dass sich hier in Dithmarschen so viele mit Innovationen für die Region engagieren.“ Als Schirmherr des Abends ging der Minister bei der Verleihung des 4. Dithmarscher Innovationspreis „Plietsche Lüüd“ vor allem auf die Kreativität und das damit verbundene gesellschaftliche Engagement ein, das die nominierten Projekte auszeichnet. „Heute gibt es nur Gewinner, auch wenn nicht jeder eine Preis bekommen kann“, sagte Meyer, bevor die Auszeichnungen verliehen wurden. Die Preisträger 2016 sind:

Bildungspreis / Talenteförderung
Bei Crazy Car (verrücktes Auto), Fachhochschule Westküste unter Leitung von Prof. Dr. Detlef Jensen, werden naturwissenschaftlich interessierte Schüler gefördert. In Gruppenarbeit müssen die Teilnehmer weitgehend selbstständig eine praktische Aufgabe lösen, nämlich ein selbststeuerndes Fahrzeug zu bauen, die notwendige Computerhard- und Software zu entwickeln und mit dem Fahrzeug an einem vergleichenden Wettbewerb teilzunehmen.
Unternehmenspreis
My Boo ist ein Unternehmen von Maximilian Schay und Jonas Stolzke, das Bambusfahrräder herstellt und vertreibt. Die Rahmen werden in Ghana aus dem nachwachsenden Rohstoff Bambus gefertigt und sichern dort fair bezahlte Arbeitsplätze; die Endproduktion erfolgt in Dithmarschen.
Gesellschaftspreis
Der Integrationskurs für Immigranten im Werner Heisenberg Gymnasium geht auf eine Idee von Jana Broders (16) aus St. Annen und Mitschülern zurück, die sich seit der Flüchtlingswelle 2015 in diesem Bereich engagieren. Angeboten wird ein Sprachkurs für jeweils sieben bis 20 Flüchtlinge. Diese plietsche Idee bietet die Möglichkeit Menschen verschiedener Herkunft, Geschlechts, Religion und Alters zusammenzubringen und sich auszutauschen.
Sonderpreis
Da das Projekt in keine Kategorie passte, lobte die Jury einen Sonderpreis für Hans-Herrman Ohm aus. Mit seiner Firma „De Reitdachdecker“ in Norddeich engagiert sich der Handwerksmeister in Uganda. Dort lehrt er unter anderem, wie Reetdächer nachhaltig und lange haltbar gedeckt werden. Außerdem hat er den jungen Ugander Bosco Awas als Lehrling eingestellt, der später das Projekt in seiner Heimat weiter vorantreiben soll.

Die Nominierungen waren zuvor von Landrat Dr. Jörn Klimant, Prof. Dr. Hans-Dieter Ruge und Prof. Dr. Hans-Jürgen Block vorgestellt worden. Die Preisverleihung nahm anschließend Wirtschaftsminister Meyer vor. Moderiert wurde die Veranstaltung in der Zentrale der Raiffeisenbank Heide vom Radiojournalisten Hanno Hotsch, der erklärte, woher das Wort „plietsch“ eigentlich kommt, nämlich von „polietsch“, also politisch: „Wer also polietsch ist, wer die komplexen Zusammenhänge einer Gesellschaft erfasst, sie gut versteht und analysiert und daraus die richtigen Schlüsse für die Gesellschaft zieht, den bezeichnet man als plietsch – aufgeweckt, ausgeschlafen gewitzt, helle, pfiffig.“ Zuvor hatte Thomas Bultjer, Leiter der Geschäftsstelle Dithmarschen der IHK Flensburg, die den Preis organisiert, noch einmal auf das Besondere der Veranstaltung hingewiesen. Üblicherweise werde ein Projekt beendet, sobald die Förderung auslaufe. Aber durch das Engagement der Sponsoren, könne der Dithmarscher Innovationspreis auch über diese Zuwerndungen hinaus vergeben werden.

Zusatzinfos
Neben den Preisträgern waren folgende Projekte nominiert worden:
Bildungspreis / Talenteförderung: Das Gymnasium Marne hatte die plietsche Idee in der Oberstufe das Fach „Lebenskompetenz“ neu einzuführen und greift damit eine aktuelle Fragestellung nach Qualifikation junger Menschen auf. Christian Müller-Wulf, Lehrer an der Grund- und Gemeinschaftsschule Tellingstedt überzeugte mit der Konstruktion und dem Bau einer Indoor Slackline (in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westküste); dabei werden Spanngurte an einer neuen Konstruktion befestigt, um darauf zu balancieren.
Unternehmenspreis: Das Startup Unternehmen „Sustainable food“ ist ansässig im MariCube in Büsum. Inhaberin Aline Hock gründete damit ein unabhängiges Forschungs- und Dienstleistungsunternehmens, das auf Lebenszyklus-Analysen – bekannt als Ökobilanzen - für die Bereiche Fischzucht und Aquakultur spezialisiert ist. Marlies Nelz, Modistenmeisterin aus Hochdonn, hat mit dem „Originol Ditmarscher Dieklöper“ eine Mütze kreiert, die Kälte und Regen abhält und auch bei Wind nicht wegfliegt.
Gesellschaftspreis: Der „Markt der Nachhaltigkeit" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Abfallwirtschaft Dithmarschen und der hoelp gGmbH, die in diesem Jahr bei der Veranstaltung in Büsum, an der zahlreiche Organisationen, Kindertagesstätten und Schulen beteiligt waren, dem Thema „Plastik im Meer“ gewidmet war. Unterdessen engagiert sich der Soroptimist International Club Dithmarschen unter dem Vorsitz von Ilona Kneißler ehrenamtlich für gesellschaftliche Zwecke. In den 15 Jahren ihres Bestehens wurden 125.000 Euro an Spendengeldern eingesammelt. Das jährliche Highlight ist die Veranstaltung „Benefiz im Pferdestall“.


Nach der Preisverleihung (v. li.): Bosco Awas, Hans-Hermann Ohm, Thomas Bultjer, Prof. Dr. Detlef Jensen, Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, Landrat Dr. Jörn Klimant, Jana Broders, Jana Broders, Jonas Stolzke. (Foto: IHK Flensburg/Kienitz)

Quelle: Plietsche Lüüd
Veröffentlichungstermin: 27. Oktober 2016
 
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