+++ ANZEIGE +++
Qua Arbeit
+++ ANZEIGE +++
+++ ANZEIGE +++
Kosakenwinter
+++ ANZEIGE +++
 

Dr. Dieter Kienitz Unternehmenskommunikation
Wo aus Windkraft Gas wird
Brunsbüttel: „Wind to Gas Südermarsch“ packt das Problem Energiespeicherung an / Wasserstoff für das Erdgasnetz / Gasttankstellen für Fahrzeuge / Batteriespeicher-Kraftwerk zur Absicherung des Stromnetzes

Brunsbüttel – Der Wind weht, aber die Windkraftanlagen stehen still - ein alltägliches Phänomen an der Westküste. Die Gründe dafür sind bekannt: Es fehlt noch an Leitungskapazitäten und an geeigneten Speichermöglichkeiten. Mit Unterstützung namhafter Partner will die „Wind to Gas Südermarsch“ das Problem jetzt in Brunsbüttel angehen. Das Vorzeigemodell sieht unter anderem den Bau einer mit Windstrom betriebenen Elektrolyse-Anlage vor. Der dort gewonnene Wasserstoff wird in die Gasnetze der Industrie und der Stadt eingespeist oder kann in komprimierter Form an Tankstellen ausgeliefert werden. Darüber hinaus will das Unternehmen ein Batteriespeicher-Kraftwerk zur Absicherung gegen Stromnetzschwankungen errichten.
„Wir wollen mit dem Projekt in zukunftsträchtige Märkte starten, die es eigentlich noch gar nicht gibt. Es handelt sich dabei um eine industrielle Anwendungsforschung, die daher auch vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützt wird“, berichtet der Prokurist des Unternehmens, Tim Brandt. Seit der ersten Idee wird das Vorhaben von der egeb: Wirtschaftsförderung begleitet. „Das Power-to-Gas-Projekt in Brunsbüttel ist überaus bedeutsam für die gesamte Metropolregion, um die Norddeutsche Energiewende erlebbar und begreifbar werden zu lassen“, erläutert egeb-Ge¬schäfts¬füh¬re¬rin Martina Hummel-Manzau.
Auch Kurt-Christoph v. Knobelsdorff, stellvertretender Staatssekretär und Brunsbüttel-Koordinator im schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium, ist von dem Konzept überzeugt: „Dahinter verbirgt sich erhebliches Industrialisierungspotenzial für Schleswig-Holstein. Projekte wie Wind-to-Gas in Brunsbüttel zielen auf Nutzung dieses Potenzials und bringen Schleswig-Holstein in eine Pionierrolle auch für die nächste Stufe der Energiewende. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Vorhaben deshalb nach Kräften.“
Ähnlich positiv sieht Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck das ehrgeizige Projekt: „Das Power to Gas-Projekt passt hervorragend zu unserem Energie- und Wirtschaftsstandort. Hier kann nicht nur der Windstrom erzeugt, sondern auch der daraus produzierte Wasserstoff direkt an Nutzer im ChemCoastPark weitergeben werden. Zusammen mit den Speichern für die elektrische Energie entsteht so an einem Ort eine Lösung für die nächste Phase der Energiewende.“
Wenn alle Gremien und Behörden zustimmen, können bereits Ende des Jahres die ersten Aufträge vergeben werden. Im Idealfall sind Ende 2017 die Bauarbeiten abgeschlossen und die Anlagen können in Betrieb gehen. Während die fünf Windkraftanlagen in Brunsbüttel-Nord errichtet werden sollen, sieht der Projektträger für die Elektrolyse-Anlage und ein dazu gehöriges Besucherzentrum das Gelände des Biomasse-Heizkraftwerks im Industriepark vor. Das Batteriespeicher-Kraftwerk, das in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISiT) gesteuert werden soll, soll hingegen am Umspannwerk Ostermoor gebaut werden. Darüber hinaus plant das Start-Up-Unternehmen, voraussichtlich an zwei bereits vorhandenen Tankstellen ein Wasserstoff-Erdgasgemisch für entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge anzubieten. Außerdem gibt es im Brunsbütteler Indu¬s¬triepark zahlreiche Wasserstoff-Großverbraucher.
Das gesamte Projekt ist im Zusammenhang mit „NEW 4.0“ zu sehen, einer Initiative in Hamburg und Schleswig-Holstein für die norddeutsche Energiewende, in der sich Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammengeschlossen haben. In einem länderübergreifenden Großprojekt soll in Schleswig-Holstein und Hamburg eine nachhaltige Energieversorgung realisiert und damit die Zukunftsfähigkeit der Region gestärkt werden. Einer der Schlüsselorte für die Realisierung ist die Industrieregion Brunsbüttel.
„Ohne die Umwandlung von Windstrom in Gas kann die von der Bundesregierung angestrebte Energiewende kaum gelingen. Außerdem sorgen wir mit jeder Kilowattstunde, die wir in Form von Wasserstoff in die Erdgasnetze einbringen, für eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes und leisten damit einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen“, erläutert Tim Brandt. egeb-Projektleiter Volker Jahnke, der das Vorhaben von Seiten der Wirtschaftsförderung betreut, sieht in den Investitionen eine hervorragende Chance für die Region: „Wenn die Umsetzung gelingt, sind wir ein bundesweiter Vorreiter. Außerdem stärken solche Innovationen durch entsprechende Synergieeffekte auch die bereits vorhandenen Betriebe.“
Weitere Informationen im Internet unter www.w2g-suedermarsch.de.


Feilen an der Umsetzung des Konzeptes sowie an den entsprechenden Förderanträgen (v. li.): Martina Hummel-Manzau, Geschäftsführerin der egeb: Wirtschaftsförderung, Tim Brandt, Prokurist der „Wind to Gas Südermarsch“, und egeb-Projektleiter Volker Jahnke. (Foto: egeb/Kienitz)

Quelle: egeb: Wirtschaftsförderung
Veröffentlichungstermin: 28. Juli 2016
 
zurück


Gezeitenkalender


Offener Kanal Westküste

Google



Aktienkurse und Indizes

Aktienkurse & Indizes
powered by GOYAX

Angaben ohne Gewähr!
 

Impressum I Allgemeine Geschäftsbedingungen I Werbung
* Bei den meisten Texten in diesem Portal handelt es sich um Pressemitteilungen. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir daher keine Gewähr.