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Dr. Dieter Kienitz Unternehmenskommunikation
Vollkorn-Croissants - international gebacken
Interkulturelle Teams in deutschen Unternehmen: Chancen und Herausforderungen / egeb: Wirtschaftsförderung zu Gast bei „Moin Biologische Backwaren“ in Glückstadt

Glückstadt – Wenn in Glückstadt jeden Tag die Vollkorn-Croissants für zahlreiche Bio-Läden und -Bäcker in Deutschland gebacken werden, sind viele Kulturen daran beteiligt. Türken, Russen, Weißrussen, Rumänen und Mitarbeiter aus dem serbokroatischen Raum legen Hand an, um die Produkte der „Moin Biologische Backwaren“ herzustellen. „Über das Essen sind wir mit jedem Menschen gleich welcher Nationalität verbunden. Das spüren wir auch bei unseren 45 Mitarbeitern“, erklärte Brigitta Sui Dschen Mattke von der Bio-Großbäckerei, die die Teilnehmer an der jüngsten Exkursion der egeb: Wirtschaftsförderung begrüßte.

Thema des Tages war die „interkulturelle Öffnung in der Personalführung“, wie Astrid Nielsen vom Projekt „Frau & Beruf“ erläuterte. Und da „Moin Backwaren“ erfolgreich ein ganzes Team von Mitarbeitern aus aller Herren Länder beschäftige, habe sich der Standort als Ziel der Exkursion angeboten. Diesen Faden nahm auch die Hauptreferentin der Veranstaltung, Astrid Willer vom Projekt „diffairenz“ des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein, auf und erläuterte die Vorteile einer interkulturellen Öffnung der Unternehmen. Neben sozialen oder volkswirtschaftlichen Gründen wie zum Beispiel der Abbau der Arbeitslosigkeit, gibt es ganz handfeste Argumente für die Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund. „Oftmals erhalten Unternehmen auf diese Weise sehr motivierte und flexible Mitarbeiter mit einem hohen Bildungsabschluss, die zudem mehrsprachig sind und über interkulturelle Erfahrungen verfügen“, erläuterte Astrid Willer.

Mit der Einstellung von Migranten sind jedoch auch Herausforderungen verbunden, die die Referentin keinesfalls verschwieg. Es gibt Mentalitätsunterschiede, diverse Kommunikationsstile und vor allem auch Ausbildungen, die mit dem deutschen dualen System nur schwer vergleichbar sind. „Die Unternehmen müssen daher ein hohes Maß an Transparenz herstellen. Das beginnt bei Willkommensmappen und Piktogrammen statt Schrift und endet bei einem Mentoren als Ansprechpartner für die Migranten“, so Astrid Willer. Auch bestimmte kulturelle Gegebenheiten wie die unterschiedlichen Feiertage müssten berücksichtigt werden.

Die Unternehmen werden dabei jedoch nicht allein gelassen. Es gibt zahlreiche staatliche und nichtstaatliche Hilfsangebote, vor allem durch die Agentur für Arbeit und die Jobcenter. Die Referentin hob zudem das IQ-Förderprogramm hervor und verwies unter anderem auf die Homepages www.anerkennung-in-deutschland.de und www.bq-portal.de, wenn es zum Beispiel um Fragen der Anerkennung ausländischer Abschlüsse geht. Auch auf die Frage „Wie gewinne ich Personal mit Migrationshintergrund?“ wusste Astrid Willer eine Antwort. Sie riet dazu, die Auswahlkriterien bei Stellenangeboten auf Tauglichkeit zu untersuchen und eventuell auf Fotos zu verzichten. Außerdem könnten sich interessierte Firmen direkt an Deutschkurse und Migrationsfachdienste wenden oder sich auch an Informationskampagnen beteiligen.


Vor der Baustelle von „Moin Biologische Backwaren“, einem expandierenden Unternehmen in Glückstadt (v. li.): Astrid Nielsen von Frau & Beruf, Astrid Willer vom Projekt diffairenz und Brigitta Sui Dschen Mattke (Moin Bilogische Backwagen). (Foto: egeb/Kienitz)

Quelle: egeb: Wirtschaftsförderung
Veröffentlichungstermin: 08. Juli 2016
 
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