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Dr. Dieter Kienitz Unternehmenskommunikation
Transport von Windkraftanlagen – eine Herausforderung für die Logistikbranche
windcomm schleswig-holstein e. V. diskutierte in Brunsbüttel über Logistiktrends / F.A. Kruse jun. versorgt Servicestützpunkte mit Ersatzteilen und Wartungsmaterialien

Brunsbüttel – Ob 60 Meter lange Rotorblätter oder Feuerlöscher mit gerade einmal 60 Zentimetern, alle Komponenten einer Windkraftanlage müssen zeitgenau am Standort abgeliefert werden. Das stellt für die Logistikbranche eine besondere Herausforderung dar. Unternehmen wie die Senvion SE setzen dabei immer mehr auf breit aufgestellte Logistiker wie die Brunsbütteler F.A. Kruse jun. Internationale Spedition, in deren neuer Halle der jüngste „Stammtisch“ der windcomm schleswig-holstein stattfand. Mitorganisiert wurde die Fachveranstaltung unter der Fragestellung „Braucht die Windbranche eine Logistikwende?“ von der egeb: Wirtschaftsförderung.

„Windenergie erfordert flexible Partner, die schnell reagieren können“, erläuterte Stephan Werner, Vizepräsident des Windkraftanlagenherstellers Senvion SE (früher „Repower“). Immerhin müssten allein für sein Unternehmen Teile aus Portugal, Kanada und Deutschland an den Standort der jeweiligen Anlage geliefert werden. In der F.A. Kruse jun. habe er den passenden Partner gefunden. Das Brunsbütteler Unternehmen hat daher sein Gelände erweitert und eine Halle mit einer Fläche von 3.000 Quadratmetern für den Umschlag der Komponenten errichtet. Eine weitere Halle mit 10.000 Quadratmetern sei in Bau, berichtete Harald Ertel, Leitung Spedition & Logistik. Zudem steht eine Freifläche mit weiteren 27.000 Quadratmetern zur Verfügung. Die Leistungen umfassen dabei die Lagerung und Kommissionierung der Teile bis zur Produktionsversorgung.

Bereits seit Februar 2015 übernimmt die Firma Kruse die Versorgung aller Onshore-Servicestützpunkte des Herstellers mit Ersatzteilen und Wartungsmaterialien und versorgt alle Baustellen an Land. „Wir werden auch bei der Lagerhaltung und dem Ersatzteilmanagement in der Zukunft ganz neue Konzepte ähnlich der Automobilbranche im Windbereich sehen. Die Entwicklung von automatisierten Systemen hat hier erst begonnen und bietet zusätzliche Chancen, Kosten zu senken und eine Logistikwende zu realisieren“, erläutert Harald Ertel.

Wie derartige Konzepte aussehen können, erfuhren die Teilnehmer der Veranstaltung bei einer Begehung eines beeindruckenden Hochregallagers. Die dort gezeigten Logistikprozesse, sofern sie für die Windbranche optimiert werden, könnten helfen, Ressourcen effizienter einzusetzen. „Die Wertschätzung für die Flexibilität und die Leistungsfähigkeit der Logistiker nimmt dementsprechend bei den Herstellern der Anlagen zu, könnte aber auch in der Öffentlichkeit noch stärker wahrgenommen werden“, fasst Harald Ertel, neben seiner Tätigkeit bei der Firma F. A. Kruse zugleich Vorstand der Logistik Initiative Schleswig-Holstein e. V., die Wortmeldungen der Veranstaltungsteilnehmer aus den einzelnen Herstellerunternehmen zusammen.

Insofern könnte mit einer Logistikwende auch die Energiewende vorangetrieben werden. Grundsätzlich nimmt demnach die Bedeutung der Logistik für die Windenergiebranche zu. Immerhin wird ab 2017 im Rahmen von Ausschreibungen festgelegt, wie hoch die Vergütung für den Windstrom ist. Damit steigt der Kostendruck auf alle Teile der Wertschöpfungskette und somit auch auf die Logistik.

„Bis zu einem Cent pro Kilowattstunde Offshore-Strom können wir einsparen, wenn wir die Logistikkonzepte von Windparks sowie die Beschaffungs- und Produktionslogistik verbessern“, ist Roger Heidmann, Geschäftsführer der Logistik Service Agentur (LSA) GmbH, überzeugt. „Dazu müssten Standorte ihre Funktionen noch stärker räumlich bündeln und insbesondere für den Umschlag und Transport von Großkomponenten schwerlastfähige und wassernahe Industrieflächen vorhalten, wo viele Arbeitsschritte auf kurzem Wege konzentriert werden können.“

Ein solches Konzept verfolgt auch die egeb: Wirtschaftsförderung bei der Vermarktung des Standortes Brunsbüttel. Der Elbehafen wurde kürzlich mit einer schwerlastfähige Lager- und Umschlagfläche ertüchtigt. „Mit der erfolgreichen Planung eines neuen Multi-Funktionshafens könnten wir unser Angebot für die Windbranche zukünftig noch erweitern“, sagte Roy Kühnast von der egeb, der zum Abschluss der Veranstaltung eine Podiumsdiskussion moderierte.
Durch die Veranstaltung führte Martin Kopp, Geschäftsführer des windcomm schleswig-holstein e. V. An der Organisation beteiligt war zudem Volker Jahnke von der egeb: Wirtschaftsförderung.

Zusatzinfo
2.600 Windkraftanlagen stehen derzeit auf Schleswig-Holsteins Festland. Weitere 600 Anlagen werden voraussichtlich in den nächsten Monaten gebaut. Hinzu kommen über 200 Anlagen auf See in drei vor der Westküste des Landes in Betrieb genommen Offshore-Windparks.


Auf dem Podium diskutierten mit den Teilnehmern (v. li.): Roy Kühnast von der egeb: Wirtschaftsförderung, Roger Heidmann (Logistik Service Agentur), Stephan Werner (Senvion SE), Harald Ertel (F.A. Kruse jun. Internationale Spedition). (Foto: egeb/Kienitz)

Quelle: egeb: Wirtschaftsförderung
Veröffentlichungstermin: 10. Juli 2015
 
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