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Dr. Dieter Kienitz Unternehmenskommunikation
Erneuerbare Energien brauchen intelligente Netze
Gut besuchtes Forum der egeb: Wirtschaftsförderung in Brunsbüttel

Brunsbüttel - Die Zeiten, da der Strom auf einfachem Weg vom Kraftwerk zum Verbraucher gelangte, sind längst vorbei. Heute gibt es viele Produzenten, die zu unterschiedlichsten Zeiten und in unterschiedlichen Mengen Strom auf den Weg bringen. Besonders die Erneuerbaren Energien, also vor allem Windkraft und Photovoltaikanlagen, sind nur schwer berechenbar - eine Herausforderung für Wissenschaftler und Techniker. Welche Lösungen es geben könnte, wurde bei einer sehr gut besuchten Veranstaltung der egeb: Wirtschaftsförderung im Informationszentrum des Krenkraftwerks Brunsbüttel verdeutlicht. "Mittlerweile beträgt der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch mehr als 27 Prozent. Wir suchen daher nach Lösungen, um unterschiedliche Strommengen und schwankende Nachfrage auf intelligente Weise ins Gleichgewicht zu bringen", sagte der egeb-Regionalmanager für Industrieenergie, Thomas Bultjer, zum Auftakt der Veranstaltung.

Anhand des Beispiels "SmartRegion Pellworm" zeigte Dieter Haack von der Schleswig-Holstein Netz AG auf, wie eine solche Lösung aussehen kann. Aufgrund der vorhandenen Anlagen wird auf der nordfriesischen Insel dreimal mehr Strom erzeugt, als die dort verbliebenen Haushalte verbrauchen. Ein idealer Ort, um die vollständige Versorgung durch Erneuerbare Energien zu erproben. Dazu wurden Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen, darunter die Fachhochschule Westküste, ins Boot geholt. Finanziell unterstützt von der Bundesregierung installierte die SH Netz AG vor Ort mehrere große Stromspeicher, quasi riesige Batterien, sowie etliche kleinere Haushaltsspeicher und Elektrospeicher-Heizungen. Außerdem wurden so genannte Smart-Grid-Systeme zur Regelung und Steuerung angebracht und auch die Datenleitungen entsprechend angepasst. Das Ergebnis des in diesem Sommer auslaufenden Projekts besteht aus einer riesigen Menge von Daten, die jetzt von den Wissenschaftlern ausgewertet werden und in zukünftige Planungen eingehen können. "Wichtig beim gesamten Vorhaben war die Akzeptanz der Inselbewohner. Daher haben wir auf Transparenz gesetzt und die Pellwormer regelmäßig über die Arbeiten informiert", berichtete Dieter Haack. Der Erfolg zahlte sich aus: Das Zehn-Millionen-Projekt erhielt nicht nur den Umweltpreis der schleswig-holsteinischen Unternehmensverbände, sondern siegte auch beim bundesweiten Wettbewerb "Land der Ideen".

Erst noch auf den Weg gebracht werden soll die "Norddeutsche Energiewende", kurz "NEW 4.0", die von Dr. Oliver Weinmann vorgestellt wurde. Der Geschäftsführer der Vattenfall Europe Innovation GmbH warb dabei für sein Demoprojekt zur Energiewende, bei dem im größeren Maßstab nach Lösungen für die Herausforderungen bei der Versorgung mit Erneuerbaren Energien gesucht werden soll. Beteiligt sind nicht nur die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein, sondern auch namhafte Firmen, unter anderem aus Brunsbüttel, und renommierte wissenschaftliche Einrichtungen. "Unser Ziel ist es, nicht nur ein System zu erproben, wie auch mit Erneuerbarer Energien ein hohes Maß an Netzstabilität gewährleistet werden kann. Wir untersuchen auch, inwiefern sich daraus Geschäftsmodelle entwickeln lassen", erläuterte Dr. Weinmann. Grundsätzlich werden zum Beispiel Wege gesucht, die Netze nicht zu überlasten und dennoch möglichst jede erzeugte Kilowattstunde auch zu nutzen.

Eine technische Ideallösung, also einen "Königsweg", darüber waren sich beide Referenten einig, wird es voraussichtlich auch in Zukunft nicht geben. Vielmehr wird es, je nach Region und Verbrauch, viele verschiedene Modelle geben, um die Energieprobleme der Zukunft in den Griff zu bekommen.




Quelle: egeb: Wirtschaftsförderung
Veröffentlichungstermin: 11. Juni 2015
 
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