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Dr. Dieter Kienitz Unternehmenskommunikation
Zurück in den Beruf - auch das Unternehmen kann helfen
Fachkräftebedarf bringt das Thema "Übergangsmanagement" auf die Tagesordnung / Wie Arbeitgeber und Angestellte die Familienphase planen können

Itzehoe - Wer seine guten Mitarbeiter halten und neue Fachkräfte hinzugewinnen möchte, kommt um eine familienfreundliche Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung nicht mehr herum. Das machte Astrid Nielsen von der Beratungsstelle FRAU & BERUF bei ihrem Vortrag zum Thema "Übergangsmanagement" deutlich. "Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die auch kleine und mittelständische Unternehmen ergreifen können, um ihre Mitarbeiter vor, während und nach der Elternzeit an sich zu binden", sagte die Expertin, die im Rahmen der von der egeb: Wirtschaftsförderung ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe "Familienfreundliche Wirtschaft im Kreis Steinburg" im Itzehoer Hotel Mercure referierte.

Das Thema ist in der Wirtschaft mittlerweile angekommen, wie sich nicht zuletzt anhand der engagierten Diskussion im Anschluss an das Referat zeigte. Einer Umfrage zufolge, wünschen sich 82 Prozent der befragten Arbeitnehmer mehr Zeit für ihre Familie - und damit auch die entsprechende Unterstützung durch ihre Arbeitgeber. Doch auch die Unternehmen setzen das Thema angesichts des künftigen oder bereits vorhandenen Fachkräftemangels mittlerweile auf die Tagesordnung.

Anhand von zahlreichen konkreten Beispielen erläuterte Astrid Nielsen die möglichen betrieblichen Angebote, um Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Das wichtigste Instrument ist dabei eine flexible Arbeitszeitgestaltung, angefangen bei Teilzeitarbeit über die Teilung von Arbeitsplätzen (Jobsharing) bis hin zu spezifischen Lösungen wie einer Vier-Tage-Woche für Monteure. Dabei könne es Probleme geben und der Planung komme dabei eine besondere Bedeutung zu, räumte die Referentin ein.

Doch die möglichen Maßnahmen enden nicht bei der Arbeitszeitgestaltung oder bei der Einrichtung eines Home-Office. Größere Unternehmen haben mittlerweile eigene Kindertagesstätten eingerichtet, kleinere "kaufen" Plätze in bereits vorhandenen Kitas auf. Auch eine Kindernotfallbetreuung, eine Ferienbetreuung und ein finanzieller Betreuungszuschuss sind bereits in deutschen Firmen erfolgreich etabliert worden. Hinzu kommen einfache Serviceleistungen wie zum Beispiel "Kantinenessen für zu Hause", ein Eltern-Kind-Zimmer im Betrieb oder auch ein Fahrdienst für Schulkinder. "Bei allem was Sie machen, sollten Sie Ihre Mitarbeiter gut über die Angebote unterrichten. Kommunikation ist in diesem Fall der Schlüssel zum Erfolg", gab Astrid Nielsen den anwesenden Geschäftsführern und Personalchefs mit auf den Weg.

Zum Abschluss der Veranstaltung wies Projektkoordinatorin Petra Tiedemann auf die nächste Veranstaltung hin: Am Mittwoch, 6. Mai, wird Thorsten Kracht über das Thema "Mehr Potenzial durch zeitgerechte Arbeitsplatzgestaltung" referieren.

Das Projekt "Familienfreundliche Wirtschaft im Kreis Steinburg - Aufbau eines Unternehmensnetzwerkes" wird aus Mitteln der Förderfonds Hamburg/Schleswig-Holstein gefördert und ist Teil eines groß angelegten Projekts der Metropolregion Hamburg, in dem gemeinsame Lösungen zur Daseinsvorsorge im demografischen Wandel entwickelt werden. Projektträger ist der Kreis Steinburg. Mit der Projektdurchführung ist die egeb: Wirtschaftsförderung beauftragt.

Übergangsmanagement
Freuen sich über die interessante Diskussion nach dem Vortrag:
Referentin Astrid Nielsen (li.) und Projektkoordinatorin Petra Tiedemann.
(Foto: egeb/Kienitz)



Quelle: egeb: Wirtschaftsförderung
Veröffentlichungstermin: 30. März 2015
 
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